| BASTA-DIE
BAND: BROT FÜR DIE WELT... aber die Wurst bleibt hier! |
|
BROT FÜR DIE WELT...
aber die Wurst bleibt hier!
Nichts ist der musikalischen Spassguerilla BASTA - DIE BAND heilig: mit bissigen texten und scharf gewürzter Musik servieren sie ihren Gästen lustvoll-sarkastisch Schmitzel, eins dicker als das andere. Mit spitzer Gabel spießen sie jeden fetten Brocken auf, mit dem scharfen Messer schneiden die tief ins deutsche Fleisch. jeder Bissen bleibt den ZuschauerInnen im Halse stecken. BASTA-DIE BAND geht hart ins (Haupt-) Gericht.
Zur besseren Verdauung wird ein wildes Mixgetränk verschiedenster musikalischer Stilrichtungen gereicht: Jazz - Rock - Reaggae - Blues - Funk - Folk - natürlich gut geschüttelt und unplugged.
Garniert wird das opulente Mahl mit häppchenweise Kabarett, Slapstick und Comedy.Doch BASTA-DIE BAND blickt auch kritisch über den deutschen Tellerrand hinaus. Damit nichts verkommt, kehren sie nach dem üppigen Mahl die Brotkrümel (Vollkorn natürlich und total öko!) auf der Tischdecke zusammen und spenden sie in die Dritte Welt: "Brot für die Welt, aber..."
Wohl bekomm's!"Hinter all dem Spaß steht auch eine politische Haltung", so Rudi Rhode (Saxophone, Akkordeon, Gesang). Die Musik? "Abgehen muß es, wichtig sind die Grooves", beschreibt Rainer Haußmann (Bass und Gesang) die Richtung. Humorvolle anleihen bei Sting, Spider Murphy oder Herbie Hancock lassen viel Freiraum für die engagierten und meist witzigen Texte der Band.
Verstärkt durch Jörg Dausend (Mini-Schlagzeug) und Thomas Lensing (Perkussion) sind die Musiker auf der Bühne kaum zu bremsen. Ihre Bühnenpräsenz läßt einen direkten Draht zum Publikum entstehen. "Das ist das Ergebnis von jahrelanger Strassenmusik", erzählt Gitarrist Walter Heidenfels von der frühen Vergangenheit der Band. Kein Wunder, daß ihr neues Programm bei Jung und Alt in Ost und West ein voller Erfolg ist.
Rudi Rhode (Gesang / Akkordeon / Sax)
Rainer Haußmann (Gesang / Bass)
Walter Heidenfels (Gesang / Gitarre)
Thomas Lensing (Percussion / Gesang)
Jörg Dausend (Schlagwerk) Zeichnung: Sabine Meis
BASTA - DIE BAND
Muß ja nicht gleich sein, aber geiler wär's schon! Mit Gefühl und Härte singen und spielen die Musiker der "BASTA - die Band" gegen Gewühl und Hertie. In ihren rotzigen Gesängen beschwören sie die Kraft zum "Trotzdem" und den Mut zum Träumen.
Durch ihre langjährige Erfahrungen als Straßenmusiker in verschiedenen Mobilen Einsatzkapellen gelingt es BASTA-DIE BAND mühelos, Säle mit bis zu 300 Personen atomstromfrei zu beschallen: weder Mikrofone noch Verstärker verperren den direkten Weg zum Publikum.
Zusammen haben die vier Musiker über 40 Jahre Erfahrung auf Konzertbühnen gesammelt und 20 Jahre Musikstudium über sich ergehen lassen. Sie haben Schallplatten und CD's besungen, bei zahlreichen Radio- und Fernsehproduktionen, sowie bei Demos und Bauplatzbesetzungen mitgewirkt.
"BASTA - die Band" spielt drinnen wie draußen, in Konzertsälen wie auf Straßenfesten, auf Ehescheidungen wie auf politischen Gründungsversammlungen.
| RUDI RHODE Rudi Rhode mußte von seinen Eltern ans Klavier geprügelt werden, bevor er dann Klavier und Saxophon studierte. Als Schauspieler und Pantomime beim BASTA-Theater hat er in den letzten Jahren mehr als 1000 Auftritte im In- und Ausland absolviert. Mit der Gruppe "Fortschrott" gewann er nicht nur Preise und bespielte Schallplatten, sondern sorgte bei Live-Auftritten in Funk und Fernsehen für so manchen (politischen) Skandal. Bei BASTA-DIE BAND spielt er Akkordeon und Saxophon und singt und schreibt politische Lieder. |
RAINER HAUSSMANN Im zarten Alter von 6 Jahren wurde Rainer Haußmann zur Musik zwangsverpflichtet und lernte (mehr oder weniger brav) Querflöte. Heute ist er seinen Eltern dankbar dafür und spielt bei BASTA-DIE BAND Kontrabaß und singt. Er arbeitet als Schauspieler, Regisseur und Musiker beim BASTA-Theater, schreibt für den Rundfunk Hörspiele, für Jugendtheater Theaterstücke und für "BASTA - die Band" politische Lieder. |
| WALTER HEIDENFELS Walter Heidenfels verlebte im Gegensatz zu seinen Mitmusikern eine glückliche Kindheit. In den letzten 10 Jahren macht er unter anderem Musikkabarett, Kindertheater und politische Straßenmusik. Er ist Texter und Komponist, spielt bei BASTA-DIE BAND Gitarre, singt und schreibt politische Lieder. Sein bisher größter Erfolg: Eine Kleine Anfrage der CDU - Fraktion im Landtag NordrheinWestfalens zu seinem Anti - Rassismus - Lied "Fahrt nicht heim". |
THOMAS LENSING Über die Kindheit und Jugend von Thomas Lensing ist wenig überliefert, außer der Geschichte, daß seine Eltern sein ausgeprägtes Rhythmusgefühl für psychomotorische Störungen hielten. Seine Aufenthalte in Brasilien blieben nicht ohne Wirkung. Thomas Lensing ist bei BASTA-DIE BAND für die Percussion zuständig und setzt die rhythmischen Akzente oft an Stellen, die vor allem seine Mitmusiker nicht erwartet haben. |
DAS MEINT DIE JOURNAILLE:
(...) mit der die vier Musiker aus Wuppertal seit jetzt sieben Jahren einen rotzfrechen Blick auf die Zustände unserer Zeit in witzigen Arrangements bekannter Titel von "Sting" bis zum bayerischen Schuhplattler verpacken. Am Dienstagabend sorgten sie darüber hinaus mit einer locker-fröhlichen Bühnenpräsenz für eine tolle Stimmung im Weiterbildungszentrum der IG Medien in Hörste.
Wie gekonnt die vier Musiker sich populäre Songs auf die eigene musikalische Haut schreiben können, bewiesen sie gleich zu Beginn ihres Konzerts mit dem Arrangement des Erfolgstitels "An Englishmen in New York" von Sting. Mit einer akustischen Baßgitarre (Rainer Hausmann), einer Ovation-Gitarre (Walter Heidenfels), einem Tenorsaxophon (Rudi Rhode) und einem Sammelsurium an Schlaginstrumenten (Thomas Lensing) trafen die vier in erstaunlicher Weise den typischen Sound dieses Frfolgsmusikers. Dabei singen sie ihren eigenen Text zu der bekannten Melodie. Sie sind eben keine Engländer in einer Weltstadt sondern "Fremde im eigenen Land".
Obwohl man immer wieder hörte, daß die musikalische Melange aus Rock und Swing, mit der Sting seinen Weltruf begründete, auch bei den vier Wuppertalern enormen Anklang findet, verfügt die Truppe über genügend musikalische Kenntnis, um sich musikalische Vorbilder von den Beatles bis zur Spider Murphy Gang, von Harry Bellafonte bis zur "bayerischen Volksmusik" auf den eigenen Leib zu schreiben.
Mit ganz wenigen Mitteln wird dabei immer wieder der Nerv des jeweiligen Stücks getroffen. So gibt eine klitzekleine Rumbakugel dem Swing genau den richtigen Drive, während kleine Timbales (ganz schmatzend klingende Holzglocken) dem Reggae eine tolle Farbe geben.
Die eigenen Texte sind mit viel Gespür auf das adaptierte Stück geschrieben. Der Skandal mit Rosi wird zum Skandal um die Autos, die sich vor der Stadt die Reifen platt stehen, weil die Lärmschutzwand für den besseren Lärmschutz gleich quer auf die Straße gebaut wurde. Aus dem Barbara Ann der Beach Boys wurde das Blablabla im Bundestag, und im Urlauhsreggae spendet der wohltätige Nordeuropäer "das Zehnerlein fürs Negerlein", obwohl er den Kaffee trinkt, der in Lateinamerika verhindert, daß dort Getreide angebaut wird. So ist das eben mit dem "Brot für die Welt", wie der Titel des Programms andeutet, dessen Nachsatz bezeichnender Weise lautet: "Aber die Wurst bleibt hier".
Die "Basta"-Band liebt aber nicht nur die -etwas allgemein gehaltene- Kritik am "geistlosen" Zeitgeist zwischen Computer und Handy, sondern findet auch den liebevollen Blick auf die eigene "linke" Geschichte. "Da ist noch eine ganze Menge Leben" hieß es in einer melancholischen Mischung aus Trotz und Selbstmitleid, obwohl von der großen Liebe nur die gebrochenen Flügel übrig bliehen.
Es ist ja auch "ka' Linka" mehr da, wie die Wuppertaler auf die berühmte russische Melodie reimen. Basta? Nee!
Lippische Landeszeitung, 10.09.98
(...) Einfache Mittel gegen Ozonloch und Ozonalarm hatte die Gruppe "Basta - Die Band" parat, die am Freitag abend im Kulturzentrum der Alten Landwirtschaftschule gastierte. "Wir bauen Lärmschutzwände an der Autobahn, die stellen wir aber nicht längs, sondern quer auf', ließen sie ihre etwa 50 Zuhörer wissen. "Und draußen vor der großen Stadt stehen die Autos sich die Reifen platt, Skandal grandiosi", sangen sie nach einer allseits bekannten Melodie zur Freude ihres Publikums, und meinten: "Ohne Mief, Ozon und Lärm leben sie auch in Billerbeck gern."
Die oft bissigen und frechen Texte der Band, die auf Einladung des Ortsverbandes Billerbeck von "Bündnis 90/Die Grünen" in die Domstadt gekommen war, hielten den Zuhörern den Spiegel vor, deckten schonungslos die oft scheinheiligen Argumente auf, die zum Beispiel von Gegnern der Entwicklungshilfe ins Spiel gebracht werden. Die Verbesserung der Lebensumstände auf dem blauen Planeten war ein Anliegen des Quintetts, das musikalisch appellierte, doch bescheidener zu leben und anderen auch etwas abzugeben. Es müsse ja nicht sofort sein, aber "geiler wär's schon".
Ebenso war der Zeitgeist "immer schneller, höher, weiter, immer mehr" Ziel ihrer Kritik. Sie waren auch nicht der Ansicht, daß "Männer Schweine sind", und untersuchten anhand der Körpersprache die wichtige Frage, ob das Militärische im Manne an geboren sei oder nicht. Vom militärischen Gruß bis zum ausgestreckten Arm sei es nicht weit, wie Vorkommnisse in den letzten Monaten in einzelnen Kasernen gezeigt hätten, stellten sie fest.
Kein Zweifel, Rudi Rhode, Rainer Haußmann, Walter Heidenfels, Jörg Dausend und Thomas Lensing waren gut drauf. Sie improvisierten lässig und gekonnt, wenn zum Beispiel wieder einmal die Saite an der Gitarre gerissen war, und gingen locker auf ihr Publikum ein. Dabei hatten alle ihren Spaß, die fünf Musiker ebenso wie ihre Zuhörer. (...)
Billerbecker Anzeiger, 17.08.98
(...) Musikalisch wurde die Revue von der Basta-Band begleitet, die dann im Anschluß ein 1 1/2-stündiges Konzert gab, das alle Zuschauer völlig begeisterte. Politische Texte, eine Mischung aus Straßenmusik und guten Pop-Songs und fantastischer Pantomime sorgten dafür, daß die Stimmung fast überkochte. Das Programm wurde mit viel Witz und Selbstironie vorgetragen, sodaß viele am nächsten Tag über Zwerchfell-Muskelkater klagten. Die Themen der Lieder reichten von Anti-Rassismus (Geisterstunde, Fremder) und Ökologie (1-2-3 Umweltschweinerei) bis hin zu Beziehungs- und Sex-Dramen. Auch die Perspektivlosigkeit innerhalb der Solibewegung wurden besungen, wobei aber nicht vergessen wurde such die Hoffnungen und die Lebenslust musikalisch rüberzubringen (Ganze Menge Leben). Ein tolles Konzert, das es in ähnlicher Form auf einem BUKO-Kongreß schon lange nicht mehr gegeben hat!
(Susanne Kupper, FORUM 204/205, 1996)
... sich die Gemeinde viel Mühe gemacht und mit "Basta" - der Band aus Wuppertal - eine musikalisch hochklassige und von ihrer Performance her ungewöhnliche Formation engagierte hatte.
Von Anfang an war den Musikern anzumerken, daß sie alle über langjährige Erfahrungen mit der Straßenmusik verfügen. Auch im Sitzungssaal des Mehrzweckgebäudes war innerhalb von Sekunden die Nähe zum Publikum hergestellt, die die Band benötigt. um ihre Lieder wirken zu lassen. Der Tradition des politischen Protestsongs folgend in Deutschland vor allem von den ..Bots" und .,Ton, Steine, Scherben" kultiviert - bewegte sich das Quintett musikalisch in fast allen Lagern: Vom Blues bis zum Rock, gefühlvolle Balladen oder Schlager-Schmalz. Mal ironisch, mal spöttisch nahmen die Musiker das Establishment unseres Landes auf die Schippe. Sangen dabei engagiert gegen Umweltverschmutzung und -zerstörung, Ausbeutung der Dritten Welt, Rassismus, Gewalt und das deutsche Ego. Utopien einer autofreien Stadt und einer lebenswerteren Gesellschaft wurden geweckt, indem einfache Wünsche, die in fast jedem stecken könnten, auch einmal ausgesprochen und auf den Punkt gebracht wurden. "Es muß nicht gleich sein, aber geiler wär's schon", träumte Rainer Haußmann.
Nach 90 Minuten und zwei Zugaben hatte das Quintett seine Zuhörer bestens unterhalten. Trotz der zum Teil nicht einfachen Kost, die das Publikum auch gedanklich forderte, gelang es der Band, ein kurzweiliges Programm auf die Bühne zu stellen. Bezahlt machte sich auch, daß auf Theater und Pantomime zurückgegriffen wurde, um das Programm aufzulockern. So verging der Abend eigentlich viel zu schnell.
LA, 27.10.95