Körpersprache im Unterricht
Einführung in die Körpersprache für Lehrerinnen und
Lehrer
Der
Unterricht wird für viele Lehrerlnnen zunehmend zu einem "Kampf
ums nackte Überleben". Disziplinschwierigkeiten nehmen zu;
die Vermittlung von Inhalten rückt immer weiter in den Hintergrund
der pädagogischen Praxis. Einzelne Schülerlnnen gelten als "unbeschulbar",
ganze Klassen als nicht mehr "unterrichtbar".
Für diese Situation sind Lehrerlnnen aber nicht ausgebildet.
Der "Überlebenskampf" wird daher in der Regel individuell und
ohne Strategie bestritten.
- Welche unbewußten körpersprachlichen Signale können zu
einem schweren Stand vor der Klasse führen?
- Was bewirken Drohgebärden und Demutsgesten in Konfliktsituationen?
Wie kann ich bei gewalttätigen Auseinandersetzungen auf dem
Schulhof wirksam eingreifen?
- Wie kann ich eine größere Souveränität, Überlegenheit und
Dominanz austrahlen?
- Wie kan ich mich verhalten, um in Konflikten Eskalationen
zu vermeiden? Sende ich (unbewußt) aggressive körpersprachliche
Signale aus? Welche aggressiven Reakticnen von Schülerlnnen
können dadurch ausgelöst werden, die wiederum meine aggressiven
Signale verstärken können usw.?
Wir können uns unseren Beruf erleichtern, wenn wir erkennen,
daß auch im Unterricht mehr als 80 Prozent unserer Kommunikation
nonverbal abläuft! Über die Frage von "Überleben oder Untergehen
im Klassenzimmer" entscheidet nicht zuletzt körpersprachliches
Verhalten.
SchülerInnen reagieren auf unseren verbalen und vor allem nonverbalen
Ausdruck. Sie nutzen unsere Schwächen ebenso sehr aus, wie
sie unsere Selbstsicherheit anerkennen. Um aber unseren körpersprachlichen
Ausdruck zu verändern, ist weniger der "Gang auf die Couch
des Psychiaters" hilfreich, als vielmehr die bewußte Vermeidung
folgenreicher nonverbaler Fehltritte. Wir können körpersprachliche
Dominanz-Strategien erlernen und anwenden, die uns zu einem
festen Standpunkt vor der Klasse verhelfen.
Der Workshop öffnet die Augen und Sinne für unsere elementarste
Sprache.
Er sensibilisiert
und schärft den Blick für das Zusammenspiel von Körpersprache
und Status. Er lädt ein zur neuen Wahrnehmung jenseits aller
Worte. |
| nach
oben |
|

|
Körpersprache und Gewalt
Weiterbildung für LehrerInnen, SozialarbeiterInnen,
ErzieherInnen
Gewalt
ist geil : Die Auseinandersetzungen auf dem Schulhof nehmen
zu und werden brutaler. Demutsgesten verfehlen zunehmend ihre
Wirkung. Auf bereits am Boden liegende Gegner wird weiter eingeschlagen.
Die Anwendung von Waffen häuft sich.
Die Folge dieser Entwicklung ist bei den Pädagogen oft eine
Verunsicherung. Konflikte werden aus Angst vor möglichen Eskalationen
frühzeitig unterbunden. Damit wird den Jugendlichen die Möglichkeit
genommen, zu lernen mit ihren Aggressionen positiv umzugehen.
Unterdrückte Aggressionen jedoch führen nicht selten zu der
Art von Gewalt, die wir zu verhindern suchen.
Aber auch das ängstliche Wegschauen ist keine angemessene
Reaktion. Im Gegenteil: wir müssen genauer hinschauen. Wir
müssen lernen, die verschiedenen Arten von Aggression und Gewalt
zu unterscheiden. Wir brauchen Kriterien dafür, ob die aggressiven
Handlungen der Jugendlichen auf einer symbolisch-spielerischen
Ebene (auch der Ringkampf kann dazugehören) ausgetragen werden,
oder nicht. Nicht zuletzt brauchen wir wieder Mut, gewisse
aggressive Handlungen bei Jugendlichen als identitätsstiftend
anzuerkennen.
Für ein sicheres Auge und Fingerspitzengefühl im Umgang mit
Gewalt ist es hilfreich, die Sprache des Körpers zu kennen.
Körpersprachliche Signale geben Aufschluß über die Intensitätsstufe
der angewendeten Gewalt. Anhand der Körpersprache der beteiligten
Kontrahenten läßt sich ablesen, ob und wann ich eingreife.
Aber erfolgreiches Eingreifen muß gelernt und geübt werden!
Auch Jugendliche suchen nach Hilfestellung, wie sie sich in
Konfliktsituationen oder bei Anmache verhalten können. Sie
könnten lernen, daß es einen verblüffenden Weg jenseits von
Opfer- und Täterrolle, von paralysiertem Schweigen und Kick-Boxen
gibt.
Der Kurs „Körpersprache und Gewalt" vermittelt den TeilnehmerInnen
diese einfachen Mittel der Deeskalation, die sie dann ihrerseits
mit den Jugendlichen trainieren können.
Nicht nur gewaltbereite Jugendliche, auch wir „zivilisierten" Erwachsenen
vollziehen Handlungen, deren aggressiver Kern uns nicht immer
bewußt ist. Mißverständnisse und Fehlverhalten sind um so wahrscheinlicher,
je weniger wir von den Wirkungen unserer aggressiven körpersprachlichen
Signale wissen.
In dem Workshop „Körpersprache und Gewalt" werden sachliche
Informationen über die Rolle des Körpers verschränkt mit praktischen Übungen.
Die Ursachen und Wirkungen von Aggression und Gewalt sollen
hautnah erfahren werden. Nicht nur sprechen über, sondern auch
mit dem Körper ist Ziel des Workshops. |
| nach
oben |
|

|
STOPP! Jetzt reicht´s.
Sicheres und selbstbewußtes Auftreten in schwierigen
Konfliktsituationen
Ob
im Umgang mit Kindern & Jugendlichen, mit MitarbeiterInnen,
Klienten oder Kunden – wir alle erleben Konfliktsituationen,
in denen „die Post abgeht“. Da werden wir mit Beleidigungen überschüttet,
da werden Türen geknallt, Grenzen mißachtet und Regeln verletzt.
Eigentlich müßten wir uns durchsetzen – aber wir fühlen
uns hilflos und ohnmächtig.
Dieses Seminar ist nicht der zehnte Aufguss einer Technik-Schulung
mit Ich-Botschaften und Aktivem Zuhören. Es bezieht sich ausdrücklich
auf Konfliktkonstellationen, in denen alles gesagt ist: Die
Argumente sind ausgestauscht, die Grenzen markiert und die
Regeln benannt. Und doch verhält sich mein Gegenüber nicht
so, wie ich es von ihm erwarte.
Statt ausschweifender Worte ist in derartigen Situationen
ein sicheres Auftreten erforderlich: Stimme und Blick müssen
fest sein, ohne aggressiv zu wirken. Die aufrechte Haltung
darf nicht bedrohlich wirken, wollen wir weitere Eskalationen
vermeiden. Wir müssen präsent sein, ohne unser Gegenüber in
die Enge zu treiben. Aber auch kleinste Anzeichen von Unsicherheit
sollten wir vermeiden - denn diese machen aus einem STOPP!
ein Stöppchen, und aus einem Standpunkt eine vage Stellungsnahme.
Ob unsere Interessen respektiert werden, hängt von unserer
Ausstrahlung ab. Die eigene Durchsetzungsfähigkeit verlangt
eine klare innere wie äußere Haltung – und an der läßt
sich arbeiten.
- Wie markiere ich eine Grenze, und wie kann ich reagieren,
wenn trotz Warnung die Grenzüberschreitungen andauern?
- Wie muss ich auftreten, damit die Regel, die ich zu vertreten
habe, auch tatsächlich gilt?
- Wie kann ich dazu beitragen, dass mein „aus der Haut
fahrender“ Konfliktpartner wieder „zu sich kommt“?
- Wie kann ich angesichts eines aufgebrachten, wütenden und
drohenden Gegenübers meine Interessen durchsetzen?
- Welche Konflitstrategien gibt es, die nicht zu Eskalationen
beitragen, und dennoch Stärke und Selbstsicherheit signalisieren?
Der Workshop „STOPP! Jetzt reicht´s” ist ein durchgehendes
Praxisseminar. Neben zahlreichen Übungen zum sicheren und selbstbewussten
Auftreten werden exemplarische Konfliktsituationen aus dem
beruflichen Alltag der jeweiligen TeilnehmerInnen nachgestellt.
Der Trainer schlüpft – je nach Bedarf - in die Rolle
von rebellierenden Jugendlichen, aufgebrachten Kunden, aggressiven
Bewohnern oder ausfallenden Mitarbeitern. Verschiedene Prinzipien
der Durchsetzungsfähigkeit werden an Hand dieser Fallbeispiele
erprobt und trainiert. Selbstsicheres Auftreten wird gefestigt. |
| nach
oben |
|

|
Konfliktbewältigung im Schulalltag
Ein Training für Lehrerinnen und Lehrer
Der
Workshop "Konfliktbewältigung im Schulalltag" ist ein Praxis-
und Trainingsseminar. Er vermittelt ein solides Grundwissen über
die verschiedenen verbalen wie non-verbalen Konfliktlösungs-Strategien.
In Übungen werden Situationen aus dem pädagogischen Alltag
nachgestellt und mögliche Konfliktstrategien trainiert.
Ob in Jugendhäusern oder in Schulen: Der Umgang mit Jugendlichen
wird für viele Pädagogen zunehmend zu einem Machtkampf! Disziplinschwierigkeiten
nehmen zu; die Vermittlung von Inhalten rückt immer weiter
in den Hintergrund der pädagogischen Praxis. Einzelne Jugendliche
oder gar Cliquen gelten als gewaltbereit, ganze Klassen als
nicht mehr "unterrichtbar". Für diese Situation sind Lehrerinnen
und Lehrer aber meist nicht ausgebildet. Die Konfliktsituationen
werden daher in der Regel individuell und ohne Strategie bestritten.
- Welche unbewußten körpersprachlichen Signale können zu
einem schweren Stand in Konflikten führen?
- Welche Verhaltensweisen signalisieren in Konfliktsituationen
mit Jugendlichen Unsicherheit und Angst und provozieren somit
permanente Machtkämpfe?
- Worin unterscheiden sich kooperative von konfrontativen
Konfliktlösungs-Strategien?
Welche
verbalen Strategien können zur Deeskalation beitragen?
- Was kann ich tun, wenn sich ein Jugendlicher weigert, meine
Aufforderungen zu befolgen?
- Wie kann ich mich verhalten, um in Konflikten Eskalationen
und eigene Aggressionen zu vermeiden?
- Wie verhalte ich mich, um an Souveränität zu gewinnen?
- Wie kann ich bei gewalttätigen Auseinandersetzungen auf
dem Schulhof oder im Jugendhaus wirksam eingreifen?
Jugendliche reagieren auf unseren verbalen und vor allem nonverbalen
Ausdruck. Sie nutzen unsere Schwächen und Unsicherheiten ebenso
sehr aus, wie sie bei autoritärem Verhalten rebellieren oder
die "innere Kündigung" einreichen.
Unangemessenes Konfliktverhalten auf Seiten der Pädagogen
kann zu Eskalationen beitragen und aggressives Verhalten der
Jugendlichen begünstigen! Daher ist es notwendig, in Konfliktsituationen
kooperative Strategien zu verbinden mit Durchsetzungsfähigkeit.
Das allerdings setzt die Kenntnis und das Training entsprechender
Strategien voraus. |
| nach
oben |
|