PAN-THEATER:
KOHLE - KIDS



 

KOHLE - KIDS

Gewalt, Gewalt an den Schulen, Gewalt gegen Ausländer, Kriminalität und Rassismus, das sind Themen, die immer,wieder die Massenmedien beherrschen. Was ist Wirklichkeit? Beschreiben die Medien Wirklichkeit oder erzeugen die Medien Wirklichkeit?

SÜDAFRIKA ist ein Wort für Rassismus und Gewalt. Die beiden reisenden Schauspieler Michael Leye und Andreas Peckelsen erfahren dort von Freunden und Kollegen, daß nach dem Sieg über das Apartheids-Regime der Kampf ums Überleben jedes einzelnen, und der Kampf um Konsumgüter darüber hinaus, also um das, was Massenmedien als Lebensinhalt weltweit propagieren, unerträglich kriminell wurde. Und die Beiden spüren diese Atmosphäre. Tatsächlich erfahren sie selber aber aufmerksame Freundlichkeit, erleben Theater, das sich mit hoher Kunst der Probleme annímmt, begegnen hoffnungsvollen, liebenswürdigen Kindern und Jugendlichen, entdecken auch bei den Kids, für die Statussymbole und die Jagd nach der dafür notwendigen Kohle scheinbar das Wichtigste ist, Solidarität mit denen, die schon als Kinder schwer arbeiten, auf den Kohlenplätzen z:B., wo die Menschen Kohlen kaufen können, fiir die eiskalten Nächte, wenn sie die nötige Kohle dafür haben. Und sie lernen am Beispiel eines Mannes, eines Opfers der Apartheid, einem Mitglied der berühmten Sharpeville-Six, daß SÜDAFRIKA heute vornehmlich ein Wort für "truth and reconcilliation", für Wahrheit und Versöhnung ist.
Diese Wörter werden dort mit Leben erfüllt und werden so zur Orientierung für uns alle. In SÜDAFRIKA arbeiten viele Menschen nach den politischen Massenbewegungen für eine kulturelle Massenbewegung, nicht durch die Massenmedien, sondern von jedem einzelnen selbstgemacht und selbsterfahren. Ein Vorbild.

Andreas Peckelsen und Michael Leye erzählen und spielen, mit Dias und Originaltönen, humorvoll und anrührend, ihre Reise nach SÜDAFRIKA. Das Stück ist geeignet für Kinder und Jugendliche ab der 9. Klasse.